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Kaisersemmel, Handsemmel, Bio Semmel


Außen resch und innen flaumig. Die gehen wie die warmen Semmeln.

Familienfrühstück

Semmel ist nicht gleich Semmel. Was macht den Unterschied aus und wie lange hält so eine Semmel eigentlich frisch? Und wie mache ich sie wieder frisch und knusprig?

Die Semmel ist bei Hausbrot.at das beliebteste Gebäck. Klar doch, wir sind ja in Österreich und genau genommen in Wien. Da gehört die Kaisersemmel zum Frühstück und zum Gulasch einfach dazu. Oder mit Extrawurst gefüllt. Die weckt so manche Kindheitserinnerungen und hat es sogar zur Filmreife gebracht. Außerdem gibt es die Semmel angeblich schon seit 3.000 Jahren und die Semmelbäcker sind in Wien seit dem 15. Jahrhundert ein organisiertes Gewerbe. Sollten wir da Angst bekommen? 😉 Natürlich nicht, denn unser Semmerl ist ein echtes Kulturgut. Könnten wir Österreicher, so würden wir es zum Weltkulturerbe erklären lassen.

Die Kaisersemmel

Gibt es jemanden, der dem Duft einer frisch gebackenen Semmel widerstehen kann? Hm, könnte schwer werden.

Die Bezeichnung Kaisersemmel geht vermutlich auf Weißgebäck ausgezeichneter Qualität zurück, so wie es für den Kaiserhof in Wien gebacken wurde. Sie ist heute noch im österreichischen Lebensmittelbuch definiert und zeichnet sich durch ihre lange Teigführung aus. Mindestens 2 Stunden muss diese dauern. Nur wenn der Teig ruht, kann sich das Aroma voll entfalten. Je länger der Teig ruht, umso besser. Einfrieren der Teiglinge und aufbacken ist dabei ein No-Go.

Krachen muss sie, die Semmel, wenn man hineinbeißt oder sie auseinanderbricht. Dafür ist die knusprige Kruste verantwortlich, die durch den 5-teiligen, sternförmigen Einschnitt noch ausgeprägter wird.

Die Kaisersemmel ist die typische, österreichische Semmel, so wie wir sie von vielen Bäckern kennen.

„Der kracht wie eine Kaisersemmel“ ist in Wien, die charmante Bezeichnung, wenn jemand pleite geht.

Handsemmel

Resch und knusprig sind sie außen, weich und flaumig innen. Hören Sie schon das Krachen? Haben Sie den Geschmack im Mund? Ein echtes intensives Geschmackserlebnis bietet so eine Handsemmel, wie man es sonst bei Weißgebäck selten kennt. Denn durch das intensive händische Schleifen, Wirken und Formen der Semmel, werden die Enzyme, die die Aromen bilden besonders aktiviert.

Das sind noch wirkliche Unikate, denn jede Handsemmel wird wirklich vom Bäcker per Hand geformt. Flinke Finger schlagen den Semmelstern ein, und drücken ihn mit dem Handrücken fest. Ein Handwerk, das gelernt und geübt sein muss. Angeblich muss ein Bäcker erst mal 1000 Handsemmeln geformt haben, bis die Übung perfektioniert wurde. Jeder Schritt erfolgt händisch und meist sind auch die Zutaten nach traditionellen Rezepten gewählt, das hat manchmal seinen Preis, schmeckt aber umso besser. Gönnen Sie sich ab und zu den kleinen Luxus einer Handsemmel zum Frühstück.

Bio Semmel

Selbstverständlich gibt es das liebste Gebäck der WienerInnen und Wiener auch in Bio Qualität. Bio Semmel bedeutet, dass die Zutaten, wie z.B. das verwendete Weizenmehl biologischen Ursprungs sind. Das Mehl für die Bio Semmel der Bäckerei Geier, kommt z.B. von der Rannersdorfer Bio-Mühle. Oft werden Bio Semmeln nach traditionellen Rezepturen hergestellt und die Bio Qualität schmeckt man einfach.

Maschinensemmel

Hilfe, was macht eine Maschine mit der Semmel? Ist eine Semmel nicht als Handsemmel ausgewiesen, ist sie meist mit der Unterstützung von Maschinen hergestellt. Das ist seit Jahrzehnten in Bäckereien Alltag und bedeutet grundsätzlich nichts Negatives. Ja, es existieren sogar ganze Semmelstraßen in Großbäckereien, wo die Semmeln vollautomatisch vom Band laufen und sie gar keine Menschenhand mehr berührt hat.

Es heißt nur, dass der Teig maschinell geknetet, geschliffen und geformt wird, und dann der Semmelstern aufgedruckt wird.

Was ist in einer Semmel drinnen?

Eine echte Kaisersemmel kommt mit wenigen Zutaten aus:

  • Weizenmehl

  • Wasser

  • Hefe

  • Salz

  • Weizenmalzmehl

  • Ein wenig Öl oder Butter

Wie lange ist eine Semmel frisch und knusprig?

So richtig resch – also frisch & knusprig - ist eine Semmel eigentlich nur 4h lang. Deshalb werden in Bäckereien oft mehrmals täglich Semmeln gebacken. Am besten also ganz frisch genießen oder zumindest am gleich Tag. Nach einem halben Tag oder am Abend ist eine Semmel meist „altbacken“. Daran erkennt man die gute Qualität einer Semmel.

Ist die Semmel am nächsten Tag auch noch da und ist zäh wie Leder oder hart wie Stein, dann ist sie bestens geeignet für Semmelwürfel und Knödeln oder Scheiterhaufen. Denn verschwenden wollen wir so ein gutes Stück Gebäck ja auch nicht.

So halten Semmeln länger frisch und werden wieder frisch:

- Semmeln am besten in einem Papiersackerl aufbewahren, da dieses „atmet“ und die Luft zirkulieren kann. In einem verschlossenen Plastiksackerl wird eine Semmel relativ weich und zäh.

- Möchte man Semmeln länger als einen Tag aufbewahren, friert man sie am besten ein, und das so frisch als möglich. Dazu allerdings in ein verschlossenes, hochwertiges Plastik-Gefriersackerl oder eine luftdicht verschlossene Plastikbox geben. Nicht länger als 1 Monat in der Tiefkühltruhe lassen. Dann leicht anfeuchten und im Backofen bei ca. 160 Grad ca. 4 Minuten aufbacken.

Semmeln bei Hausbrot:

Von den besten Bäckern aus der Region sind unsere Semmeln. Dort wird noch ehrlich und mit hochwertigen Zutaten gebacken.

Täglich frisch ein richtig knuspriges, krachendes Semmerl. Die gehen weg „wie die warmen Semmeln“: